Im Februar und März bietet die Hochschuldidaktik der JGU zwei Workshops in Präsenz zum akademischen Prüfen im Kontext generativer KI an.
Im ersten Workshop liegt der Fokus speziell auf der Prüfungsform schriftlicher Haus- und Abschlussarbeiten. Hierbei wird erörtert, was sich durch die KI-Nutzung mit Blick auf schriftliche Prüfungen ändert und wie mit diesen Veränderungen (z. B. hinsichtlich angepasster Aufgabenstellungen, transparenter Regeln etc.) didaktisch adäquat umgegangen werden kann.
Der zweite Workshop thematisiert potenzielle Auswirkungen generativer KI auf das Prüfen komplexer Kompetenzen und geht in diesem Zusammenhang auf die Vorteile semesterbegleitender, formativer Prüfungsformate (z. B. das Portfolio) ein.
Beide Workshops bieten darüber hinaus Raum für fachübergreifenden, kollegialen Austausch und regen zur Reflexion über die veränderten Anforderungen im Kontext des Prüfens an.
Lehrende können je nach Bedarf und Interesse entweder beide oder nur einen der beiden Workshops besuchen. Die Veranstaltungen sind sowohl auf das Rheinland-Pfalz-Zertifikat für Hochschuldidaktik als auch auf die zu erbringenden hochschuldidaktischen Weiterbildungstage im Rahmen der Zielvereinbarungen für Neuberufene anrechenbar.
Workshop: Schriftliche Haus- und Abschlussarbeiten
Der Workshop geht speziell auf die Prüfungsform schriftlicher Haus- und Abschlussarbeiten ein, deren Authentizität durch textgenerative KI-Tools aktuell besonders problematisch scheint. Es wird über das Wesen schriftlicher Prüfungen diskutiert und erörtert, was sich durch die studentische KI-Nutzung überhaupt ändert und wie auf diese Veränderungen konkret reagiert werden kann (bzgl. der eigenen Haltung, angepasster Aufgabenstellungen und Bewertungskriterien, methodischer Veranstaltungen, einzelner Übungen und klarer Regeln). In diesem Workshop wird die Perspektive verfolgt, am Format der schriftlichen Haus- und Abschlussarbeit festhalten zu wollen. Der Workshop schafft Raum für den transdisziplinären und offenen Austausch über Erfahrungen mit und Ideen zur KI-Nutzung von Studierenden und Lehrenden im Prüfungskontext.
Bei allgemeinen Fragen zum Einsatz und Umgang mit KI in Studium und Lehre können Sie sich an die Kolleg*innen der Koordinierungsstelle digitales Lehren und Lernen (KoDi) wenden. Spezielle Fragen zum Recherchieren, Zitieren und zur guten wissenschaftlichen Praxis können an die Kolleg*innen der Kompetenzstelle Akademische Integrität gerichtet werden.
Inhalte:
- Textgenerative KI-Tools im Studium als Katalysator (Wie sehr steigt die studentische KI-Nutzung? Welche Probleme legt diese Nutzung offen?)
- Auswirkungen textgenerativer KI-Tools auf schriftliche Prüfungsleistungen (Wieso können menschlich- und KI-generierte Texte kaum unterschieden werden? Welche Kompetenzen will ich (trotzdem und überhaupt) prüfen?)
- Methoden zur Berücksichtigung des Potenzials von KI-Tools auf schriftliche Prüfungsleistungen (Wie kann ich mit der studentischen KI-Nutzung im schriftlichen Prüfungskontext umgehen?)
Ziele:
Die Teilnehmenden...
- erläutern potenzielle Auswirkungen textgenerativer KI auf schriftliche Haus- und Abschlussarbeiten,
- identifizieren didaktische Ansätze, die einen förderlichen Umgang mit diesen Auswirkungen ermöglichen und vergleichen und bewerten unterschiedliche Methoden zum Umgang mit KI-Tools im Kontext schriftlicher Prüfungsleistungen.
Termin: Mittwoch, 25.02.2026, 10:00-13:00 Uhr
Ort: Präsenz, Kisselberg, Seminarraum 01 229, Isaac-Fulda-Allee 2 b-c
Teilnehmendenzahl: max. 20
Referentin: Lena Sielaff, M.Ed. (Hochschuldidaktik JGU)
Anmeldungen sind ab sofort bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Veranstaltungsbeginn per formloser Mail an lena.sielaff@zq.uni-mainz.de möglich.
Weitere Informationen: Der Workshop kann in Kombination mit Akademisches Prüfen mit und trotz KI: Semesterbegleitende Prüfungsformate besucht werden, beide Workshops sind jedoch auch unabhängig voneinander belegbar.
Workshop: Semesterbegleitende Prüfungsformate
Der Workshop liefert eine allgemeine Übersicht über Unterschiede zwischen summativen und formativen Prüfungsformaten und geht speziell auf die Vorteile zweiterer für eine kompetenzorientierte Lehre ein. Es wird die Problemlage beschienen und besprochen, wie mit semesterbegleitenden Prüfungen kreativ an komplexen Lernzielen festgehalten werden kann. Es werden formative Prüfungsformate vorgestellt und unter den Teilnehmenden die Möglichkeiten der Adaption in eigene Lehrveranstaltungen diskutiert. Der Workshop schafft Raum für den transdisziplinären und offenen Austausch über Erfahrungen mit und Ideen zur KI-Nutzung von Studierenden und Lehrenden im Prüfungskontext.
Bei speziellen Fragen zur Änderung von Prüfungsordnungen können Sie sich an die Kolleg*innen der Hochschulentwicklung wenden.
Inhalte:
- Auswirkungen textgenerativer KI auf das Prüfen komplexer Kompetenzen (Welchen Einfluss nimmt KI auf das schriftliche Prüfen? Ist das Schreiben meinen Lernzielen überhaupt inhärent?)
- Vorteile formativer Prüfungsformate (Wieso sind semesterbegleitende Prüfungen grundsätzlich lernförderlich? Wieso eignen sie sich speziell für den Umgang mit der studentischen KI-Nutzung?)
- Impulse zu semesterbegleitenden Prüfungsformaten unter Berücksichtigung des Potenzials generativer KI-Tools (Welche alternativen Prüfungsformate bestehen?)
Ziele:
Die Teilnehmenden...
- benennen Grundlagen des kompetenzorientierten Prüfens sowie Unterschiede zwischen summativen und formativen Prüfungsformen,
- erläutern potenzielle Auswirkungen generativer KI auf das Prüfen komplexer Kompetenzen,
- identifizieren Vorteile formativer Prüfungen für eine kompetenzorientierte Lehre und
- vergleichen und bewerten unterschiedliche KI-gestützte semesterbegleitende, formative Prüfungsformate.
Termin: Mittwoch, 25.03.2026, 10:00-13:00 Uhr
Ort: Präsenz, Kisselberg, Seminarraum 01 229, Isaac-Fulda-Allee 2 b-c
Teilnehmemendenzahl: max. 20
Referentin: Lena Sielaff, M.Ed. (Hochschuldidaktik JGU)
Anmeldungen sind ab sofort bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Veranstaltungsbeginn per formloser Mail an lena.sielaff@zq.uni-mainz.de möglich.
Weitere Informationen: Der Workshop kann in Kombination mit Akademisches Prüfen mit und trotz KI: Schriftliche Haus- und Abschlussarbeiten besucht werden, beide Workshops sind jedoch auch unabhängig voneinander belegbar.


